Wie soll der Motorradhelm der Zukunft aussehen und wie fühlt er sich an?
In einem Semester der Hochschule Osnabrück gestalten Studierende der Fachrichtung Media & Interaction Design mit unserer Unter­stüt­zung zwei Konzepte für einen spannenden Kunden: BMW Motorrad.

Team 1: Der »BMW Shapeshifter«

Created by: Luna Brumund, Lisa Bisschop, Ann Kristin Delplanque, Lara Thiele

 

Pure Leidenschaft & intensives Fahrerlebnis

Ein futuristisches Konzept, aber kein digitales Monster.

Die Kreation »BMW Shapeshifter« zeigt einen Helm, der ein Gefühl absoluter Freiheit ver­schafft: Sowohl die äußere Schale des Helms, die aus beweglichen Lamellen besteht, als auch das UI, das sich optisch der Umgebung angleicht, passen sich dynamisch an die Fahrt an: Bei starker Geschwindigkeit verformt er sich aerodynamisch, er bewegt sich wie eine zweite Haut mit der Kopfdrehung oder legt sich gemeinsam mit dem Fahrer in die perfekte Kurve. Er lässt den Fahrer vergessen, dass er überhaupt einen Helm trägt. Die Idee geht weg vom absoluten Sicherheitsfokus und präsentiert einen Helm, der das Gefühl der Freiheit ins Zentrum rückt.

Out of the box gedacht – remote & freestyle umgesetzt

Da das gesamte Projekt während der Pan­demie startete, lief die Projektarbeit fast ausschließ­lich remote. Als Tool nutzte das Team die Software Trello fürs Projekt­management und zur allgemeinen Dokumentation. Nach einer Recherchephase inklusive Online Frage zum Nutzungs­verhalten fokussierten sich die Studierenden vor allem auf gängige Methoden des User Centered Designs wie z.B. der Erstellung von Personas und Customer Journeys. Diese Ergebnisse flossen in weitere Brainstormings und schlussendlich in das Konzept mit Mood­board, Storyboard und Animatic-Entwurf, bevor es dann fleißig ans Animieren ging. Auf die Frage nach besonderen Heraus­forderun­gen antwortet das Team: »Unsere radikal positive Einstellung hat uns immer wieder aus kleinen Kreativtiefs herausgeholt.«

Ein Fokus legte die Shapeshifter-Truppe auf die Frage, wie man in kurzer Zeit die Idee so konkret wie möglich präsentiert und damit überzeugt. Deshalb entwickelten sie Illustrationen, die das Gefühl des Konzeptes übermitteln sollten und bauten verschiedene technische Helmskizzen ein, um die Funktionsweise des Helms zu erklären.

»Wir waren sehr glücklich über das gute und sehr hilfreiche Feedback von MUTABOR, das uns in unserem Prozess immer weiter gebracht hat. Auch hier spielte die durchgängige Positivität wieder eine große Rolle. Wir haben uns zu keiner Zeit so gefühlt, als seien wir »nur Studenten«, sondern es war immer ein Arbeiten auf Augenhöhe und hat uns in vielerlei Hinsicht vorangebracht. Danke euch!« Team Shapeshifter

Burkhard Müller, CDO MUTABOR: »Wir geben Studierenden die Möglichkeit, Konzep­te für Top-Marken zu entwickeln. Ohne Budgetgrenzen und Kundenan­for­derungen im Kopf entstehen ganz neue Lösungen, die Kunden und uns immer wieder begeistern.«

Team 2: Das Konzept »Horizon«

Created by: Sinem Dinarla, Swetlana Fengler, Anastasia Schreiber, Yannis Vogel

See beyond reality!

Hinter der Idee steckt der Grundgedanke, dass Erleben in vielerlei Hinsicht vom Teilen abhängt: Das Gefühl, eines Erlebnisses verstärkt sich, wenn man es mit anderen teilt. Dies macht sich das Konzept zu Nutze und beschreibt einen Helm, mit dem man die Umgebung einer Motorradtour unter Freunden shared oder auf der eigenen Strecke die Umgebung des Freundes sieht. Die eigenen Straßengegebenheiten werden jedoch immer implementiert, sodass die Motorradtour sorglos und gelassen stattfinden kann. Die Realisierung findet mittels XR statt.

»Als Designer finden wir es natürlich besonders spannend, an Zukunftsprojekten mitzuwirken und unsere Ideen einzubringen.« Team Horizon

Die Animation links symbolisiert den Ladevorgang, rechts erscheint die neue, spektakuläre Umgebung.

Eine spontane Idee wurde zur Vision

»Die größte Herausforderung war aus unserer Sicht, das Reduzieren auf eine schlüssige Idee und aus dieser eine durchdachte Konzeptionierung zu entwerfen« Team Horizon

Anfangs erstellte das Team einen Plan, be­stehend aus Recherche und Einarbeitung, gefolgt von der Ideensammlung, der Konzep­tionierung und anschließend der Umsetzung. Die genaue Umsetzung war nicht von Anfang an geplant, sondern entstand erst mit dem Prozess. Die Ideensammlung und die Konzep­tionierung nahmen am meisten Zeit in Anspruch.

»Der direkte und schnelle Kontakt sowie die regelmäßige Kommunikation rundeten die Zusammenarbeit insgesamt ab. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, die uns gegeben wurde und sind stolz auf das entstandene Projekt.« Team Horizon

Media & Interaction Design an der Hochschule Osnabrück

Der Studiengang verbindet ein grundständiges Design-Studium mit Grundlagen der Informationstechnologie, Psychologie und Kommunikationstheorie. Absolventinnen und Absolventen kennen sich mit dem Design, den technologischen Grundlagen und den Prinzipien der menschlichen Wahrnehmung aus. So können sie komplexe System-Abläufe so zu gestalten, dass Benutzerinnen und Benutzer intuitiv, mit Freude und effektiv mit digitalen Geräten und Dienstleistungen umgehen können.

Henrik Arndt, Professor für Interaktive Medien: »Unser Studiengang Media & Interac­tion Design vermittelt in projekt­orientierter und praxisnaher Form die viel­fäl­tigen Kompetenzen zur Lösung der Gestaltungsaufgaben von heute und von morgen. Das »Future Helmet«-Projekt mit MUTABOR und BMW Motorrad ist ein erfolgreiches Beispiel für diesen Ansatz.«

Die nächsten zwei Projekte zwischen der Hochschule Osnabrück und MUTABOR sind bereits gestartet. Diesmal revolutionieren wir Haushaltsgeräte und den Fußball.