Gleichstellungsbeauftragte Katja Kopatz-Pritchett Manager Operations, Transformation & Training
Gleichstellungsbeauftragte Claudia Behm, Art Director

Gleichstellung geht nur, wenn das jemand im Blick hat. In unserem Fall übernehmen das vier Augen!

Auch wenn wir glauben, dass wir schon viel für die Gleichstellung bei MUTABOR tun, möchten wir dennoch die Relevanz dieses Themas deutlich machen und uns weiter verbessern.
Im Rahmen einer Umfrage zum Thema Gleichstellung/Frauen bei MUTABOR hat sich herausgestellt, dass viele unserer Kolleg:innen sich eine:n Gleichstellungsbeauftragte:n wünschen. Wir haben also einen Aufruf gestartet und konnten Claudia Behm und Katja Kopatz-Pritchett für diesen Posten begeistern.

MUTABOR: Wie siehst Du Deine Rolle im Unternehmen?

Claudia: Aus persönlichem Interesse verfolge ich das Thema Gleichstellung zwischen Frau und Mann schon etwas länger – aktuell findet es in den Medien ja viel Beachtung. Teilweise lese ich Artikel zu Themen wie zum Beispiel Gender Pay Gap, die wir schon vor 10 Jahren diskutiert haben; tatsächlich ändert sich aber noch nicht so viel. Solche Themen werden nur sichtbarer, weil die Gesellschaft erst jetzt dazu kommuniziert. Dabei gibt es den Weltfrauentag in Deutschland schon seit 1911! Ich empfinde das Thema als wichtig für den Wettbewerb um gute Mitarbeiter:innen und leistungsgerechte Karrierechancen bei MUTABOR. Für die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten haben wir aktuell noch keine Job-Beschreibung. Wir wollen aber Mittelsfrauen sein für Situationen im Alltag der Mitarbeiter:innen, in denen sich jemand unwohl fühlt – egal welchen Geschlechts.

Katja: Es wurde eigens die neue Rolle »Manager of Operations, Transformation and Training« für mich geschaffen, die es mir ermöglicht, viel Zeit und Herzblut in die Aufgaben einzubringen. Das Management hat gemeinsam mit mir die Inhalte der Rolle so geschliffen, dass ich auch das Thema Gleichstellung gemeinsam mit Claudia begleiten kann. Schon in meiner Kindheit wurde ich von meinen Eltern und meinem Umfeld so geprägt, dass ich keinerlei Unterschied mache zwischen Frau und Mann, zwischen unterschiedlichen Kulturen, Einstellungen oder Religionen. Das hilft mir natürlich jetzt und ich bin für diese Einflüsse unglaublich dankbar.
Diese Sichtweise und vor allem die Gewissheit, dass Frauen sich nicht »klein machen« müssen, wenn es um unser Agenturgeschäft geht, lebe ich täglich vor und möchte sie so vielen Kolleg:innen wie möglich weitergeben.

 

M: Was braucht es, um den Next Level beim Thema Gleichstellung zu erreichen?

C: Vor allem Kolleg:innen, Vorgesetzte usw., die Enabler des Next Level sind: zum Beispiel unser CEO Johannes Plass, der den Stein ins Rollen gebracht hat und auch tatkräftig mitwirkt. Es geht um den direkten Austausch zum Thema Gender Mainstreaming: Wir schaffen zum Beispiel Bewusstsein und Sensibilisierung für eine geschlechterfaire Sprache. Kleiner Sidekick: O-Ton mein Sohn: » Mama du bist die Gewinner:in! « Das finde ich super interessant, dass mein 6 Jähriger Sohn gendert.
Bei MUTABOR entwickeln wir uns jeden Tag weiter: Interne Coachings, interne Weiterbildungen, Home-Office, Teilzeit-Modelle und Raum für persönliche Interessen sind bereits vorhanden und werden auch schon gelebt. Wir wollen uns nicht zuallererst als Frauen und Männer sehen, sondern die Basis für ein gendergerechtes Miteinander schaffen und am Ende als ein Team ohne geschlechterspezifische Unterschiede begreifen.

K: Der sprichwörtliche stete Tropfen ist hier das Bild, das ich gern bemühen möchte. Wir werden einfach nicht aufhören, gute Vorbilder zu sein, Themen immer wieder anzusprechen und denjenigen zur Seite stehen, die das Thema Gleichstellung mit uns voranbringen möchten. Somit werden immer mehr Mutaborianer:innen genau so leben und arbeiten und damit auch selber Vorbilder sein – auch über die Grenzen von MUTABOR hinaus. MUTABOR hat glücklicherweise auf dem Arbeitsmarkt eine großartige Sogwirkung, die wir uns zunutze machen können, um das Thema Gleichstellung noch viel selbstverständlicher werden zu lassen. Dabei geht es mir nicht nur um die gleiche Behandlung aller Geschlechter, sondern eben auch um das Abbauen von gedanklichen Mauern, zwischen Kulturen oder Religionen. Jede:r Einzelne kann viel bewegen – jeden Tag.

» Immer mehr Mutaborianer:innen werden genauso leben und arbeiten und damit auch selber Vorbilder sein – auch über die Grenzen von MUTABOR hinaus.«

 

M: Welche Maßnahmen plant ihr gemeinsam mit dem
Equality Circle?

C: Transparenz ist für uns das oberste Ziel. Wir wollen einen Deeskalationsprozess aufsetzen. Hier können Vorfälle von Diskriminierung oder Belästigung gemeldet werden. Wir wollen uns als MUTABOR konsequent dafür einsetzen, dass mehr Frauen eingestellt, weiterentwickelt und im Unternehmen gehalten werden.

K: So einschneidend Corona für uns alle war und immer noch ist, so hat es doch auch etwas Gutes mit sich gebracht. Viel natürlicher werden nun Themen wie Home-Office, Teilzeit oder flexible Arbeitsmodelle angegangen. Und genau die sind es, die plötzlich Frauen und Männer gleichermaßen beispielsweise die Kinderbetreuung übernehmen lassen. Die Digitalisierung tut dabei ihr Übriges. Die Ausstattung und den IT-Support, den MUTABOR seinen Mitarbeitenden gewährt, empfinde ich als ganz außergewöhnlich. In einem nächsten Schritt werden wir uns sehr genau unsere Job-Titel und auch die Stellenbeschreibungen ansehen, um sie auf eine einheitliche Sprache hin zu überprüfen. Auf diese Aufgabe bin ich persönlich ungemein gespannt und neugierig, was wir außerdem noch auf die Beine stellen werden.