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Auf den Medientagen München diskutierten Marketing- und Datenexperten über Marketing im Spannungsfeld zwischen Kopf und KPI. On stage: Unser CCO und Gründer Heinrich Paravicini gemeinsam mit Dieter Lutz von Bahlsen, Dörte Spengler-Ahrens von Jung von Matt und Sascha Stürze von Analyx. Moderiert wurde die Runde von Jürgen Scharrer, Chefredakteur der HORIZONT.

Bei den Medientagen München tauschten sich Experten über die Balance zwischen der Kraft der Kreation und der Präzision der digitalen Technologie aus. Heinrich Paravicini war eingeladen, den Epilog zu halten. Er zeigte die soziologische Entwicklung auf. Im Fokus: der Begriff der Identität. In den 60er und 70er Jahren wären mit der Marke Mercedes und unter dem sehr ähnlichen Logo des Peace-Zeichens völlig unterschiedliche Lebens­welten entstanden. Mercedes stand für Prestige, Status, auch für Politik, die Flower-Power-Bewegung für den klar abgegrenzten Gegenentwurf. Beide vermittelten ein bestimmtes Mindset, das ein starkes Zugehörigkeitsgefühl vermittelt habe. Heute dagegen wäre in der Gesellschaft ein sehr ausgeprägtes Identitätsbewusstsein zu beobachten, geprägt vom Wunsch nach Selbstoptimie­rung. Von Marken erwarten die Menschen heute deshalb einen „self-boost“: persönliche Benefits, Community, Wertschätzung und nicht zuletzt Einfluss. Dabei wären Influencer als Vorbilder »state of the art«. Allerdings sei nun eine Gegenbewegung zu beobachten: »Wir fangen wieder an, menschlicher zu werden und zu hinterfragen, ob etwas nun echt oder falsch ist«, so Paravicini. Die Selbstoptimie­rung sei damit an ihre Grenzen gestoßen. Was wir als Menschen dringend bräuchten, sei Feedback. Und was sollten demnach Marken ihren Konsumenten geben? »Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Liebe. Marken sind erfolgreich, wenn sie eine Liebesbeziehung aufbauen können – und Liebe ist irrational. Maschinen dagegen sind niemals irrational.«